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ESG-Lösungen für Firmen: Der praktische Leitfaden für deutsche KMU 2026

ESG-Lösungen entwickeln sich für deutsche KMU vom regulatorischen Pflichtprogramm zum strategischen Erfolgsfaktor. Während große Unternehmen bereits umfassende ESG-Management-Systeme etabliert haben, stehen mittelständische Firmen vor der Herausforderung, pragmatische Lösungen zu finden, die Compliance-Anforderungen erfüllen und gleichzeitig messbaren Mehrwert schaffen.

Die wichtigsten Erkenntnisse: ESG-Software und digitale Lösungen ermöglichen es Unternehmen in verschiedenen Branchen, Nachhaltigkeitsberichterstattung effizient umzusetzen. ESG-Reporting wird durch automatisierte Datenerfassung und intelligente Tools deutlich einfacher. Unternehmen mit strukturierter ESG-Strategie erhalten bessere Finanzierungskonditionen bei Banken, ziehen qualifizierte Talente an und sichern sich Wettbewerbsvorteile in ihren Märkten.

Was sind ESG-Lösungen und warum brauchen Firmen sie?

ESG-Lösungen für Firmen umfassen Softwarelösungen, Beratungsleistungen und Plattformen, die Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie unterstützen. Der Begriff ESG steht für Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung) – drei zentrale Bereiche, die für alle Organisationen zunehmend relevant werden.

Moderne ESG-Software bildet die technologische Basis für effizientes ESG-Management. Diese Tools automatisieren die Datenerfassung aus verschiedenen Bereichen, analysieren Kennzahlen und erstellen audit-sichere Berichte. Gerade für mittelständische Unternehmen ohne dedizierte Nachhaltigkeitsabteilung bieten digitale Lösungen einen pragmatischen Einstieg.

Die Transformation hin zu strukturiertem ESG-Management ist für Firmen aus mehreren Gründen relevant: Banken bewerten ESG-Risiken systematisch bei der Kreditvergabe, große Kunden fordern ESG-Daten von ihren Zulieferern, und öffentliche Ausschreibungen berücksichtigen Nachhaltigkeitskriterien. ESG ist damit längst kein "Nice-to-have" mehr, sondern ein zentraler Aspekt der Geschäftsstrategie.

Update 2025/26: Omnibus, VSME und neue EBA-Leitlinien

Die regulatorische Landschaft hat sich deutlich verändert. Das EU-Omnibus-Paket reduziert die Zahl der CSRD-pflichtigen Unternehmen erheblich – künftig stehen vor allem sehr große Firmen im Zentrum der verbindlichen Berichterstattung. Für die meisten KMU bedeutet das: weniger formale Berichtspflicht, aber keine Entwarnung.

Der VSME-Standard (Voluntary Sustainability Reporting Standard for SMEs) gewinnt massiv an Bedeutung. Die EU-Kommission hat ihn offiziell empfohlen und als Referenz für Lieferketten-Anforderungen etabliert. Großunternehmen dürfen von KMU-Zulieferern rechtlich nur noch Informationen fordern, die im VSME enthalten sind – ein wichtiger "Value-Chain-Cap", der Planungssicherheit schafft.

Die neuen EBA-Leitlinien zum Management von ESG-Risiken werden ab 2026 schrittweise für alle bedeutenden Banken verbindlich. Institute müssen ESG-Risiken nicht mehr nur "berücksichtigen", sondern fest in Governance, Risikostrategie, Stresstests und laufende Kreditüberwachung integrieren. Für KMU bedeutet das: Konsistente ESG-Reporting-Strukturen werden wichtiger als einzelne "grüne" Projekte.

ESG-Software entwickelt sich parallel dazu von statischen Reporting-Masken zu integrierten Steuerungsplattformen. Moderne Lösungen verbinden CO₂-Bilanzierung, ESG-Reporting, Lieferketten-Daten, Klimarisiken und Bankenanforderungen in einem System. Die Automatisierung nimmt zu: Anbindung an Buchhaltung und ERP, KI-gestützte Datenerfassung und vorvalidierte Kennzahlen für VSME-Module und Bankunterlagen.

Welche ESG-Kriterien werden für Unternehmen verwendet?

Environmental (Umwelt): Klima und Ressourcen im Fokus

Die Umweltdimension umfasst für Firmen vor allem diese Themen: Klimawandel und CO₂-Fußabdruck, Energie- und Ressourceneffizienz, Wasser- und Abfallmanagement sowie Kreislaufwirtschaft. Für KMU ist die CO₂-Bilanzierung oft der naheliegendste Einstieg – hier lassen sich mit digitalen Tools schnell messbare Ergebnisse erzielen.

Scope 1 erfasst direkte Emissionen aus eigenen Quellen: Fuhrpark, Heizung, Produktionsanlagen. Scope 2 umfasst eingekauften Strom und Wärme. Scope 3 bildet die Lieferketten ab – von Rohstoffbeschaffung bis Produktentsorgung. Gerade bei komplexen Lieferketten ist eine pragmatische Herangehensweise wichtig: Viele Unternehmen starten mit den wichtigsten Lieferantendaten statt vollständiger Erfassung.

Praxisbeispiel Handwerk: Eine Bäckerei reduziert ihren CO₂-Fußabdruck durch regionale Lieferanten, energieeffiziente Backöfen und Photovoltaik. ESG-Software erfasst diese Daten automatisch aus der Buchhaltung und erstellt Berichte für Kunden und Banken.

Social (Soziales): Menschen und gesellschaftliches Engagement

Die soziale Dimension wird von vielen Organisationen unterschätzt, bietet aber gerade für KMU echte Chancen. Hier geht es um Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz, Diversität und Chancengleichheit, Aus- und Weiterbildung sowie gesellschaftliches Engagement. Der Mehrwert zeigt sich oft in geringerer Fluktuation, weniger Krankheitstagen und einfacherem Recruiting.

Praxisbeispiel IT-Dienstleister: Ein Softwarehaus mit 60 Mitarbeitenden führt flexible Arbeitszeiten und systematische Weiterbildung ein. Ergebnis: Deutlich geringere Fluktuation und überdurchschnittlich viele qualifizierte Bewerbungen.

Im Zentrum sozialer Nachhaltigkeit stehen die Menschen – ihr Wohlbefinden trägt maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei. ESG-Lösungen helfen Firmen, soziale Kennzahlen systematisch zu erfassen und Verbesserungen zu dokumentieren.

Governance (Unternehmensführung): Transparenz schafft Vertrauen

Governance umfasst Unternehmensführung, Compliance-Strukturen, Risikomanagement und die Einbindung von Interessengruppen. Für mittelständische Firmen besonders relevant: transparente Entscheidungsprozesse, Korruptionsprävention und strukturierte Kommunikation mit allen Stakeholdern.

ESG-Software unterstützt Unternehmen dabei, Governance-Prozesse zu dokumentieren und Compliance Standards einzuhalten. Die Einhaltung regulatorischer Vorschriften wird durch systematische Tools deutlich vereinfacht.

ESG-Software im Vergleich: Welche Lösungen passen zu eurem Unternehmen?

Einsteigerfreundliche KMU-Lösungen

Diese Softwarelösungen sind speziell für kleinere Unternehmen entwickelt und bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie umfassen meist KI-gestützte Automatisierung der Datenerfassung und intuitive Benutzeroberflächen. Typische Funktionen: CO₂-Bilanzierung, VSME-kompatibles Reporting, Schnittstellen zu DATEV und anderen Buchhaltungssystemen.

Der Mehrwert für KMU: Deutlich weniger manueller Aufwand, audit-sichere Berichte und Skalierbarkeit bei Unternehmenswachstum. ESG-Management wird damit auch für Firmen ohne eigene Nachhaltigkeitsabteilung umsetzbar.

Mittelstandsorientierte Plattformen

Diese ESG-Lösungen bieten umfassendere Funktionalität für CSRD-Compliance und komplexere Lieferketten. Integration in bestehende ERP-Systeme ist Standard. Zusätzliche Features: Lieferketten-Analyse, Benchmarking mit anderen Unternehmen derselben Branchen, erweiterte Klimarisikenanalyse.

Die Plattformen ermöglichen es Organisationen, ESG-Reporting über alle Bereiche hinweg zu koordinieren und konsistente Daten für verschiedene Interessengruppen bereitzustellen. Viele Lösungen bieten mittlerweile auch Module für physische und regulatorische Klimarisiken.

Enterprise-Lösungen für große Anforderungen

Für große KMU mit hohen Compliance-Anforderungen bieten Enterprise-Lösungen maximale Funktionalität. Sie umfassen oft erweiterte Analyse-Tools, umfassende Lieferketten-Transparenz und Schnittstellen zu allen relevanten Systemen. Die Implementierung erfordert mehr Zeit und Ressourcen, bietet dafür aber vollständige Integration aller ESG-Themen.

Entscheidungskriterien für alle Unternehmen: API-Schnittstellen zu bestehenden Systemen, Benutzerfreundlichkeit für Teams ohne ESG-Expertise, Audit-Sicherheit und deutsche Compliance Standards, Support und Onboarding-Unterstützung.

Praxisbeispiel Maschinenbau: Ein Zulieferer testete drei verschiedene ESG-Software-Lösungen parallel. Die KMU-spezialisierte Software gewann, weil sie sich nahtlos in die DATEV-Buchhaltung integrieren ließ und das Team ohne Schulungsaufwand arbeiten konnte.

Welche Beispiele gibt es für ESG-KPIs?

ESG-KPIs (Key Performance Indicators) machen Nachhaltigkeitsleistung messbar und vergleichbar. Moderne ESG-Software berechnet diese Kennzahlen automatisch und stellt sie in übersichtlichen Dashboards dar.

Environmental KPIs: CO₂-Emissionen pro Umsatz oder Mitarbeiter, Energieverbrauch und Anteil erneuerbarer Energien, Wasserverbrauch und Abfallquote, Recyclingquote und Materialeffizienz.

Social KPIs: Mitarbeiter-Fluktuation und Krankheitsquote, Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter, Diversitätskennzahlen und Geschlechterverteilung, Arbeitssicherheit und Unfallrate.

Governance KPIs: Transparenz der Unternehmensführung, Compliance-Verstöße und Korruptionsfälle, Stakeholder-Engagement und Beschwerdemanagement, Prüfungsqualität und Berichterstattung.

ESG-Lösungen für Firmen ermöglichen es, diese KPIs kontinuierlich zu überwachen und Verbesserungen zu dokumentieren. Die Analyse der Kennzahlen hilft Unternehmen, Schwachstellen zu identifizieren und gezielt Maßnahmen zu entwickeln.

Von der Excel-Tabelle zur integrierten ESG-Plattform

Phase 1: Bestandsaufnahme und Materialitätsanalyse

Bevor ihr in ESG-Software investiert, braucht ihr Klarheit über euren aktuellen Stand. Die Materialitätsanalyse identifiziert ESG-Themen, die für euer spezifisches Geschäft relevant sind. Ein Handwerksbetrieb hat andere Prioritäten als ein IT-Dienstleister.

Kostenlose Tools wie der CO₂-Rechner für KMU geben eine erste Orientierung. Für strukturiertes CO₂-Reporting von Geschäftsführern bieten sich spezialisierte Lösungen an.

Phase 2: Die richtige Software-Auswahl

Die Auswahl der passenden ESG-Lösung entscheidet oft über Erfolg oder Misserfolg. Der Excel-Ansatz eignet sich nur für den absoluten Einstieg – hoher manueller Aufwand, fehleranfällig und nicht audit-sicher.

KMU-spezialisierte ESG-Software ist der goldene Mittelweg: Automatisierte Datenerfassung, audit-sichere Ergebnisse und überschaubare Kosten. Die Implementierung erfolgt meist innerhalb weniger Wochen.

Vollumfängliche Beratung mit individueller Software-Anpassung ist sinnvoll für komplexere Situationen. Hier begleiten erfahrene Experten den gesamten Transformationsprozess und entwickeln maßgeschneiderte ESG-Lösungen.

Praxisbeispiel Metallverarbeitung: Ein Betrieb mit 85 Mitarbeitenden startete mit Excel für die erste CO₂-Bilanz. Nach sechs Monaten wechselten sie zur automatisierten ESG-Software – der manuelle Aufwand war zu hoch geworden, und Kunden verlangten regelmäßige Updates.

Phase 3: Integration und Automatisierung

Erfolgreiche Unternehmen integrieren ESG-Datenerfassung in ihre vorhandenen Systeme. Moderne Tools kommunizieren direkt mit eurer Buchhaltung oder eurem ERP-System. Das eliminiert Doppelerfassung und reduziert Fehlerquellen.

Die Automatisierung erstreckt sich über alle Bereiche: Energiedaten aus Rechnungen, Mobilitätsdaten aus Reisekostenabrechnungen, Materialverbräuche aus dem ERP-System. ESG-Software konsolidiert diese Inhalte und erstellt Berichte für verschiedene Interessengruppen.

Phase 4: Kontinuierliches ESG-Management

ESG ist kein Projekt mit Enddatum. Regelmäßige Reviews helfen, Verbesserungspotenziale zu erkennen und Kosten zu senken. Transparente Kommunikation der ESG-Erfolge schafft Mehrwert bei Kunden, Investoren und im Recruiting.

Moderne ESG-Plattformen bieten Dashboards für kontinuierliches Monitoring. Ihr seht auf einen Blick, wie sich eure Kennzahlen entwickeln und wo Handlungsbedarf besteht.

Was ist strenger, ESG oder SRI?

Diese Frage beschäftigt viele Unternehmen bei der Strategieentwicklung. SRI (Socially Responsible Investing) ist ein Investmentansatz, der neben finanziellen auch ethische und soziale Kriterien berücksichtigt. ESG ist das umfassendere Framework, das Environmental, Social und Governance-Aspekte systematisch bewertet.

ESG ist strukturierter und messbarer als traditionelles SRI. Während SRI oft auf Ausschlusskriterien basiert (keine Waffenhersteller, keine Tabakfirmen), bewertet ESG die tatsächliche Performance in allen drei Bereichen. Moderne ESG-Software ermöglicht diese differenzierte Analyse und macht Nachhaltigkeit quantifizierbar.

Für Unternehmen ist ESG damit das relevantere Framework: Es bietet klare Kennzahlen, wird von Banken und Investoren gefordert und ist durch internationale Standards wie CSRD und VSME regulatorisch verankert.

Herausforderungen bei der ESG-Umsetzung und wie Software hilft

Datenqualität und Vollständigkeit

Eine zentrale Herausforderung für Organisationen ist die Datenerfassung über alle Bereiche hinweg. Besonders bei Scope 3 und komplexen Lieferketten fehlen oft Informationen. ESG-Software unterstützt durch automatisierte Datenerfassung und intelligente Schätzverfahren bei fehlenden Werten.

Die Datenqualität verbessert sich durch systematische Prozesse: Klare Verantwortlichkeiten, regelmäßige Validierung und Plausibilitätsprüfungen. Moderne Tools erkennen Ausreißer automatisch und weisen auf mögliche Fehler hin.

Ressourcen und Know-how

Viele KMU haben keine eigene Nachhaltigkeitsabteilung. ESG-Lösungen für Firmen sind daher speziell auf begrenzte Ressourcen ausgelegt. Intuitive Benutzeroberflächen, automatisierte Prozesse und integrierte Leitfäden ermöglichen den Einstieg ohne umfassende Vorkenntnisse.

Die Unterstützung durch Software-Anbieter umfasst oft Onboarding, Schulungen und laufenden Support. So können auch kleine Teams professionelles ESG-Management umsetzen.

Regulatorische Komplexität

Die Anforderungen an Berichterstattung ändern sich kontinuierlich. ESG-Software wird regelmäßig aktualisiert und berücksichtigt neue Vorschriften automatisch. Updates zu CSRD, VSME oder EU-Taxonomie werden direkt in die Plattform integriert.

Dieser automatische Compliance-Support ist ein zentraler Vorteil digitaler Lösungen: Unternehmen müssen nicht selbst alle regulatorischen Änderungen verfolgen, sondern können sich auf ihre Software verlassen.

Branchen-spezifische ESG-Lösungen

ESG-Anforderungen unterscheiden sich je nach Branchen erheblich. Produktionsbetriebe fokussieren sich auf Energie und Emissionen, Dienstleister auf soziale Aspekte und Arbeitsbedingungen, Handelsunternehmen auf Lieferketten und Produkttransparenz.

Spezialisierte ESG-Software bietet branchen-spezifische Funktionen und Kennzahlen. Für Sustainability Manager stehen umfassende Tools zur Verfügung, die alle relevanten Bereiche abdecken.

Die Einbindung von Lieferantendaten ist für viele Branchen erfolgskritisch. Moderne Plattformen bieten Schnittstellen für Lieferanten, die ihre ESG-Daten direkt einpflegen können. Das schafft Transparenz über die gesamte Wertschöpfungskette.

ROI und Business Case für ESG-Software

Die Investition in ESG-Lösungen zahlt sich für die meisten Unternehmen schnell aus. Direkte Kosteneinsparungen entstehen durch reduzierte Energiekosten, niedrigere Versicherungsprämien und bessere Finanzierungskonditionen bei Banken.

Der indirekte Mehrwert übersteigt oft die direkten Einsparungen: Höhere Kundenloyalität, Premium-Preise für nachhaltige Produkte, bevorzugte Behandlung bei öffentlichen Ausschreibungen und neue Geschäftsmöglichkeiten durch ESG-Anforderungen von B2B-Kunden.

Praxisbeispiel Produktionsbetrieb: Ein mittelständischer Metallverarbeiter identifizierte durch systematisches ESG-Monitoring versteckte Energieverbraucher. Die jährlichen Einsparungen überstiegen die Kosten für die ESG-Software deutlich – zusätzlich zum Reputationsgewinn bei Kunden.

Zukunftsausblick: Wohin entwickeln sich ESG-Lösungen?

Die Technologie entwickelt sich rasant weiter. Künstliche Intelligenz revolutioniert das ESG-Management: Automatisierte Datenerfassung, intelligente Emissionsschätzungen und prädiktive Analysen machen Nachhaltigkeitsmanagement effizienter.

Die Integration verschiedener Systeme nimmt zu. ESG-Plattformen verbinden sich nahtlos mit ERP, Buchhaltung, HR-Software und anderen Unternehmenssystemen. Die Vision: Ein vollständig integriertes ESG-Management, das alle relevanten Daten automatisch erfasst und auswertet.

Regulatorisch ist mit weiteren Entwicklungen zu rechnen. Die EU arbeitet an harmonisierten Standards, die Komplexität reduzieren sollen. Der VSME-Standard wird zum Mainstream für KMU-Berichterstattung. Unternehmen, die jetzt mit professioneller ESG-Software starten, sind für diese Entwicklungen gut aufgestellt.

Die Resilienz von Organisationen wird durch strukturiertes ESG-Management gestärkt. Firmen mit transparenten Daten können besser auf Klimarisiken reagieren, sind attraktiver für Investoren und erschließen neue Märkte.

Fazit: ESG-Lösungen als Wettbewerbsvorteil

ESG-Lösungen für Firmen entwickeln sich vom Compliance-Tool zum strategischen Wettbewerbsvorteil. Unternehmen mit professioneller ESG-Software bewältigen regulatorische Anforderungen effizienter, erschließen neue Geschäftsmöglichkeiten und stärken ihre Marktposition.

Die Umsetzung erfordert einen systematischen Ansatz: Bestandsaufnahme, Auswahl der passenden Software, Integration in bestehende Prozesse und kontinuierliches Management. Die Transformation lohnt sich – für Umwelt, Mitarbeitende und wirtschaftlichen Erfolg.

Konkrete nächste Schritte: Nutzt den CSRD Omnibus Quick-Check für eine erste Einschätzung eurer Situation. Testet den CO₂-Rechner für KMU für eine initiale Bestandsaufnahme. Plant binnen drei Monaten die CO₂-Bilanzierung und den Nachhaltigkeitsbericht.

Unternehmen, die jetzt handeln, sichern sich Vorsprung gegenüber zögernden Wettbewerbern und schaffen die Basis für nachhaltigen Erfolg in allen Branchen.

Häufige Fragen (FAQ)

Was sind ESG-Lösungen genau?

ESG-Lösungen umfassen Software, Plattformen und Beratungsleistungen, die Unternehmen bei der Umsetzung ihrer ESG-Strategie unterstützen. Sie ermöglichen systematisches ESG-Management durch automatisierte Datenerfassung, Analyse und Berichterstattung. Moderne ESG-Software integriert Environmental, Social und Governance-Aspekte in einer Plattform.

Welche ESG-Software eignet sich für KMU?

Für KMU eignen sich spezialisierte Lösungen mit intuitiver Bedienung, automatisierter Datenerfassung und VSME-Kompatibilität. Wichtig sind Schnittstellen zur Buchhaltung, überschaubare Kosten und deutscher Support. Die Software sollte ohne eigene IT-Abteilung umsetzbar sein und mit dem Unternehmen skalieren können.

Wie lange dauert die Implementierung von ESG-Software?

Die Implementierung einsteigerfreundlicher ESG-Lösungen dauert typischerweise wenige Wochen. Nach initialer Konfiguration und Datenanbindung können Unternehmen sofort mit dem Reporting beginnen. Komplexere Plattformen für große Organisationen benötigen mehrere Monate für vollständige Integration aller Systeme und Prozesse.

Welche Branchen profitieren am meisten von ESG-Software?

Alle Branchen profitieren von systematischem ESG-Management, aber besonders: Produktionsbetriebe durch Energie- und Ressourcenoptimierung, Dienstleister durch verbessertes Arbeitgeberimage, Zulieferer durch Erfüllung von Kundenanforderungen und Handelsfirmen durch Lieferketten-Transparenz. Branchen-spezifische Funktionen erhöhen den Mehrwert.

Was kostet professionelle ESG-Software?

KMU-Lösungen beginnen im niedrigen dreistelligen Bereich monatlich und sind damit deutlich günstiger als externe Beratung. Mittelstandsorientierte Plattformen liegen im mittleren Segment. Die Kosten amortisieren sich meist durch Effizienzgewinne, Energieeinsparungen und bessere Finanzierungskonditionen bereits im ersten Jahr.

Sind wir als KMU schon berichtspflichtig?

Nach der Omnibus-Initiative sind die meisten KMU erst ab 2027/2028 direkt CSRD-pflichtig. Indirekte Berichtspflichten entstehen jedoch bereits jetzt durch Kunden- und Bankenanforderungen. VSME-kompatibles ESG-Reporting wird zum Standard, um Anforderungen effizient zu erfüllen.

Kann ESG-Software auch E-Mail-Integration bieten?

Moderne ESG-Lösungen bieten oft E-Mail-Funktionen für Stakeholder-Kommunikation, automatische Berichtsversendung und Erinnerungen an Datenlieferungen. Die Integration ermöglicht es, alle ESG-relevanten Inhalte zentral zu verwalten und mit verschiedenen Interessengruppen zu teilen.

Wie audit-sicher sind automatisierte ESG-Berichte?

Professionelle ESG-Software bietet vollständige Dokumentation und Nachvollziehbarkeit aller Berechnungen. KI-gestützte Systeme erreichen oft höhere Genauigkeit als manuelle Prozesse. Wichtig ist die Auswahl einer Lösung, die anerkannte Compliance Standards wie GHG Protocol und CSRD unterstützt.

Welche Daten aus der Buchhaltung werden benötigt?

ESG-Software benötigt typischerweise Energierechnungen, Kraftstoffkosten, Reisekosten und Materialverbräuche. Die meisten Tools können direkt mit DATEV oder anderen Buchhaltungssystemen verbunden werden. Strukturierte Kontierung erleichtert die automatisierte Datenerfassung erheblich.

Lohnt sich ESG auch für familiengeführte Unternehmen?

Besonders für familiengeführte Unternehmen bietet ESG große Chancen: Langfristige Werterhaltung, bessere Übergabevorbereitung an die nächste Generation und gestärkte Unternehmenswerte. ESG-Lösungen helfen, Nachhaltigkeit systematisch umzusetzen und die Zukunftsfähigkeit zu sichern.

Quellen

Multiplye AI. (2025). Automatisierung von CO₂-Emissionsberechnungen: Die Vorteile von KI-gestützter CO₂-Bilanzierung. https://multiplye.ai/post/automatisierung-von-co2-emissionsberechnungen-die-vorteile-von-ki-gestutzter-co2-bilanzierung

Multiplye AI. (2025). CO₂-Rechner vs. Profi-Software: Ab wann lohnt sich der Umstieg für KMU? https://multiplye.ai/post/co2-rechner-vs-profi-software-ab-wann-lohnt-sich-der-umstieg-fuer-kmu

Multiplye AI. (2025). ESG-Kriterien in Unternehmen umsetzen: Ein Guide. https://multiplye.ai/post/esg-kriterien-in-unternehmen-umsetzen-ein-guide

Multiplye AI. (2025). Banken fragen nach ESG: Wie KMU ihre Kreditwürdigkeit sichern. https://multiplye.ai/post/banken-fragen-nach-esg-wie-kmu-ihre-kreditwuerdigkeit-sichern

CMS Hasche Sigle. (2024). Brüsseler Kurskorrektur: EU-Kommission plant mit dem Omnibus reduzierte Nachhaltigkeitspflichten. https://www.cmshs-bloggt.de/rechtsthemen/sustainability/sustainability-corporate-governance-risk-compliance/bruesseler-kurskorrektur-eu-kommission-plant-mit-dem-omnibus-reduzierte-nachhaltigkeitspflichten-fuer-unternehmen-teil-i-csrd-und-taxonomie/

IHK Frankfurt am Main. (2024). VSME - Nachhaltigkeitsberichtspflichten für KMU. https://www.frankfurt-main.ihk.de/hauptnavigation/wirtschaftspolitik/csr-und-nachhaltigkeit/nachhaltigkeitsberichtspflichten/vsme-6439090

Haufe. (2024). ESG: Definition und Bedeutung für Unternehmen und Investoren. https://www.haufe.de/sustainability/strategie/esg-definition-und-bedeutung-fuer-unternehmen-und-investoren_575772_625088.html

EURA AG. (2024). ESG-Risiken in der Kreditvergabe: EBA-Leitlinien setzen neue Maßstäbe im Scoring. https://www.eura-ag.com/blog/esg-risiken-kreditvergabe-eba-leitlinien-setzen-neue-massstaebe-im-scoring

Johannes Fiegenbaum
Johannes Fiegenbaum Strategy & Sustainability Advisor, multiplye.ai Mehr über mich

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