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Schneller Überblick: Automatisierte VSME-Berichte mit KI-Unterstützung
Der VSME-Standard hat sich seit Ende 2024 zur zentralen Referenz für die Nachhaltigkeitsberichterstattung kleiner und mittlerer Unternehmen entwickelt. Die EU-Kommission empfiehlt den Voluntary Sustainability Reporting Standard for small and medium-sized enterprises ausdrücklich für Unternehmen mit weniger als 1.000 Beschäftigten. KI-gestützte Tools vereinfachen die Umsetzung erheblich – von der Datenerfassung über die Berechnung des CO₂-Fußabdrucks bis zur fertigen Berichterstattung.
Wichtigste Erkenntnisse:
Der VSME-Standard hat seit Mitte 2025 deutlich an Bedeutung gewonnen. Die Corporate Sustainability Reporting Directive und das Omnibus-Paket machen VSME faktisch zur Standardantwort für KMU in Lieferketten großer berichtspflichtiger Unternehmen. Durch den sogenannten "Value Chain Cap" sollen große Unternehmen ihre ESG-Anfragen an kleine und mittlere Zulieferer auf den VSME-Umfang beschränken.
Die European Financial Reporting Advisory Group arbeitet an einem umfassenden VSME-Ökosystem. Digitale Excel-Vorlagen, ein XBRL-Konverter und zusätzliche Praxis-Guides sollen VSME-Berichte technisch vereinheitlichen und maschinenlesbar machen. Es wird erwartet, dass der VSME-Standard als delegierte Verordnung in Kraft tritt und dann unmittelbar gilt.
Der Voluntary SME Standard besteht aus zwei Modulen:
Basis-Modul: Zwölf grundlegende Offenlegungspflichten zu Umwelt, Sozialem und Governance. Dieses Modul ist für die meisten KMU ausreichend und bildet die Grundlage für die Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Comprehensive-Modul: Erweiterte Anforderungen für Unternehmen, die detailliertere Angaben machen wollen oder müssen. Punktuelle Nachschärfungen werden diskutiert, weil Aufsichtsbehörden noch mehr Eignung für Risikoanalysen verlangen.
Die Diskussion über KI im VSME-Reporting hat sich gewandelt. Während früher hauptsächlich Zeitersparnis im Vordergrund stand, geht es heute um deutlich mehr: Datenqualität, Risikoerkennung und strategische Steuerung. KI-Tools sollen Materialität, Klimarisiken und Benchmarking mitdenken – nicht nur Tabellen befüllen.
Für KMU wird zunehmend empfohlen, KI-gestützte Plattformen zu wählen, die VSME, CSRD-Vorbereitung und Klimadaten in einer Umgebung verbinden. Also "Carbon Intelligence" statt klassischem, rückwärtsgewandtem Carbon Accounting.
KI-gestützte VSME-Tools bieten mehrere entscheidende Vorteile:
Automatisierte Datenerfassung: Rechnungen, Verträge und Transaktionsdaten werden automatisch verarbeitet. Die Software erkennt relevante Informationen und ordnet sie den richtigen Kategorien zu.
Kontinuierliche Validierung: Eingegebene Daten werden in Echtzeit auf Plausibilität geprüft. Das minimiert Fehlerquellen und verbessert die Qualität des Nachhaltigkeitsberichts erheblich.
Standardisierte Berechnung: CO₂-Äquivalente und andere Nachhaltigkeitskennzahlen werden automatisch berechnet – basierend auf Scope 1, Scope 2 und Scope 3 Emissionen nach dem GHG Protocol.
Prüfungssichere Dokumentation: Alle Berechnungen und Datenquellen werden transparent dokumentiert. Das erleichtert nicht nur interne Audits, sondern auch die Kommunikation mit Stakeholdern, Banken und Wirtschaftsprüfern.
Der VSME-Standard verlangt spezifische Nachhaltigkeitsdaten aus drei Bereichen:
Umweltbereich:
Sozialbereich:
Governance-Bereich:
Für die Berichterstattung in Deutschland gelten spezifische Formatierungsregeln:
Zahlenformate: Komma als Dezimaltrennzeichen (beispielsweise 1.234,56), Punkt als Tausendertrennzeichen, Prozentangaben mit Leerzeichen.
Maßeinheiten: Konsistente Verwendung von SI-Einheiten – Tonnen für CO₂-Emissionen, Kilowattstunden für Energie, Kubikmeter für Wasser.
Dokumentationstiefe: Die Anforderungen variieren je nach Unternehmensgröße. Unternehmen, die zwei der folgenden Kriterien nicht überschreiten, können einen vereinfachten VSME-Standard nutzen: Bilanzsumme unter 25 Millionen Euro, Nettoumsatz unter 50 Millionen Euro, durchschnittlich weniger als 250 Mitarbeiter.
Ein vollständiger VSME-Bericht enthält drei Hauptkomponenten:
Methodenbeschreibung: Detaillierte Angaben zu Datenerhebungsmethoden, verwendeten Messverfahren und Qualitätssicherungsmaßnahmen.
Berichtsstruktur: Klare Gliederung nach Unternehmensinformationen, Richtlinien sowie Umwelt-, Sozial- und Governance-Kennzahlen.
Wesentlichkeitsanalyse: Bewertung der Auswirkungen eurer Geschäftsaktivitäten auf Umwelt und Gesellschaft – inklusive Ausmaß, zeitlicher Dauer und Reversibilität der Auswirkungen.
Bei der Auswahl eines VSME-Tools solltet ihr mehrere Kriterien berücksichtigen:
Datensicherheit und Compliance:
Automatisierungsgrad:
Berichtsfähigkeiten:
MULTIPLYE ist eine speziell für den deutschen Markt entwickelte KI-Lösung zur CO₂-Bilanzierung und VSME-Berichterstattung. Die Plattform kombiniert automatisierte Datenerfassung mit intelligenter Analyse.
Kernfunktionen:
Die Stärke von MULTIPLYE liegt in der Verbindung von VSME-Reporting mit strategischem Carbon Management. Statt nur Berichte zu generieren, unterstützt die Software bei der Identifikation von Reduktionspotenzialen und der Planung konkreter Maßnahmen.
VSMEasy von Fiegenbaum Solutions ist eine dedizierte Softwarelösung für die VSME-Nachhaltigkeitsberichterstattung. Das Tool ist speziell auf die Anforderungen des VSME-Standards zugeschnitten.
Besonderheiten:
VSMEasy empfiehlt für die CO₂-Bilanzierung die Zusammenarbeit mit MULTIPLYE, da spezialisierte Carbon-Accounting-Tools präzisere Emissionsberechnungen liefern. Diese Kombination – VSMEasy für das VSME-Framework, MULTIPLYE für den CO₂-Fußabdruck – ist für viele KMU eine praktikable Lösung.
Neben den genannten Lösungen gibt es weitere Anbieter im VSME-Segment:
Leadity: Fokus auf automatisierte Datenerfassung per Knopfdruck. Die Plattform richtet sich an KMU, die schnell erste Ergebnisse benötigen.
Allgemeine ESG-Plattformen: Viele größere ESG-Software-Anbieter haben VSME-Module ergänzt. Diese Lösungen sind oft umfangreicher, aber auch komplexer und kostspieliger.
Excel-basierte Vorlagen: EFRAG bietet standardisierte Excel-Vorlagen an. Diese sind kostenlos, erfordern aber erheblichen manuellen Aufwand und bieten keine Automatisierung.
Der Vergleich zwischen manueller und KI-gestützter Berichterstellung zeigt deutliche Unterschiede:
Zeitaufwand: Während manuelle Prozesse oft mehrere Wochen beanspruchen, liefern automatisierte Tools erste Ergebnisse in deutlich kürzerer Zeit. Die kontinuierliche Datenerfassung ermöglicht zudem unterjähriges Monitoring.
Fehlerquote: Manuelle Eingaben sind anfällig für Tippfehler, Umrechnungsfehler und Inkonsistenzen. Automatische Validierung minimiert diese Risiken erheblich.
Standardisierung: Die Qualität manueller Berichte schwankt je nach Bearbeiter und Zeitdruck. KI-Tools garantieren einheitliche und konsistente Ergebnisse.
Skalierbarkeit: Bei wachsenden Datenmengen oder mehreren Standorten stoßen manuelle Prozesse schnell an Grenzen. Software skaliert problemlos.
Ein wichtiger Punkt: KI-Tools unterstützen, ersetzen aber nicht die menschliche Expertise. Die Kombination aus automatisierter Datenauswertung und fachlicher Überprüfung sorgt für die beste Berichtsqualität.
Die erfolgreiche Einführung eines VSME-Tools beginnt mit sorgfältiger Planung:
Projektplan entwickeln: Definiert klare Verantwortlichkeiten, Meilensteine und Zeitrahmen. Bezieht frühzeitig die relevanten Abteilungen ein – Geschäftsführung, Buchhaltung, Nachhaltigkeitsmanagement, IT.
Wesentlichkeitsanalyse durchführen: Identifiziert die für euer Unternehmen relevanten Nachhaltigkeitsthemen. Berücksichtigt dabei die Erwartungen eurer wichtigsten Kunden und Finanzierungspartner.
Datenquellen inventarisieren: Prüft, welche Daten bereits in bestehenden Systemen verfügbar sind und wo Lücken bestehen. Typische Datenquellen sind Buchhaltungssoftware, Energieabrechnungen, Personalverwaltung, Fuhrparkverwaltung.
API-Verbindungen einrichten: Moderne VSME-Tools bieten sichere Schnittstellen zu gängigen Buchhaltungs- und ERP-Systemen. Die automatisierte Datenintegration spart erheblich Zeit.
Datenqualität sicherstellen: Etabliert Standards für die Datenerfassung. Definiert klare Zuständigkeiten für die Pflege verschiedener Datenpunkte.
Schrittweise Migration: Startet mit einem Pilotbereich oder einem einzelnen Standort. Nach erfolgreicher Testphase könnt ihr das System auf das gesamte Unternehmen ausrollen.
Datenqualität: Unvollständige oder inkonsistente Eingangsdaten sind die häufigste Herausforderung. Lösung: Automatische Validierungsregeln einführen und klare Standards etablieren.
Mitarbeiterakzeptanz: Veränderung erzeugt oft Widerstand. Lösung: Frühzeitige Einbindung der Mitarbeiter, praxisnahe Schulungen und transparente Kommunikation über den Mehrwert.
Systemintegration: Technische Kompatibilitätsprobleme können auftreten. Lösung: Vorab die technischen Anforderungen klären und gegebenenfalls IT-Unterstützung einplanen.
Regelwerks-Monitoring: Verfolgt regelmäßig Updates des VSME-Standards und Änderungen in EU-Nachhaltigkeitsrichtlinien. Viele Tools bieten automatische Benachrichtigungen.
Qualitätskontrollen: Etabliert regelmäßige Prüfschleifen, bei denen Stichproben der automatisch erfassten Daten manuell verifiziert werden.
Stakeholder-Feedback: Holt regelmäßig Rückmeldungen von Kunden, Banken und anderen Stakeholdern ein. Deren Anforderungen entwickeln sich kontinuierlich weiter.
Banken und Investoren richten ihre Prozesse zunehmend auf strukturierte ESG-Daten aus. VSME-kompatible, KI-gestützte Reports werden als hilfreiche Grundlage für Kredit- und Risikoentscheidungen gesehen – vorausgesetzt, Datenquellen, Methoden und Validierungsregeln sind transparent dokumentiert.
Bankenpraxis: Viele Finanzinstitute nutzen ESG-Ratings für die Kreditvergabe und Konditionen. Ein sauberer VSME-Nachhaltigkeitsbericht kann sich positiv auf eure Finanzierungsbedingungen auswirken.
Transparenzanforderungen: Dokumentiert nicht nur Ergebnisse, sondern auch Annahmen, Schätzungen und Unsicherheiten. Gerade bei Scope 3 sind Näherungswerte oft unvermeidlich – wichtig ist, diese transparent zu kennzeichnen.
Aktuelle Marktübersichten zu ESG- und VSME-Software betonen: DSGVO-konformes Hosting, klare Audit-Trails, maschinenlesbare Ausgaben und automatische Regulierungs-Updates sind nicht "nice to have", sondern Voraussetzung, damit KI-Reports bei Prüfern und Banken akzeptiert werden.
Versionierung: Alle Änderungen an Daten und Berechnungsmethoden sollten nachvollziehbar protokolliert werden.
Quellennachweise: Für jeden Datenpunkt muss klar sein, woher er stammt – importiert aus welchem System, manuell erfasst von wem, oder geschätzt nach welcher Methode.
Methodenkonsistenz: Stellt sicher, dass ihr dieselben Berechnungsmethoden über mehrere Berichtsperioden hinweg anwendet. Änderungen müssen explizit begründet und dokumentiert werden.
VSME-Reporting ist mehr als eine Pflichtübung. Die erhobenen Daten bieten konkrete Geschäftsvorteile:
Kundenakquise: Große B2B-Kunden fordern zunehmend CO₂-Daten von ihren Zulieferern. Mit fertigen VSME-Berichten seid ihr anderen Anbietern einen Schritt voraus.
Kosteneinsparungen: Die systematische Erfassung von Energie-, Material- und Abfalldaten deckt oft Einsparpotenziale auf. Klimaschutz und Kosteneffizienz gehen häufig Hand in Hand.
Employer Branding: Gerade jüngere Fachkräfte legen Wert auf Nachhaltigkeit. Ein transparenter Nachhaltigkeitsbericht stärkt eure Arbeitgebermarke.
Fördermittelzugang: Viele Förderprogramme für energetische Sanierung oder klimafreundliche Investitionen setzen Nachhaltigkeitsberichte voraus.
Dashboard-Integration: Nutzt die Möglichkeiten moderner VSME-Tools für Echtzeitüberwachung relevanter Kennzahlen. Ein kontinuierliches Monitoring ermöglicht frühzeitiges Gegensteuern.
Maßnahmenplanung: Verbindet die VSME-Berichterstattung mit konkreter Dekarbonisierungsplanung. Setzt euch messbare Ziele und trackt den Fortschritt.
Interne Kommunikation: Nutzt die aufbereiteten Nachhaltigkeitsdaten für die interne Kommunikation. Transparenz schafft Bewusstsein und Motivation im Team.
Tool-Evaluation starten: Verschafft euch einen Überblick über verfügbare VSME-Tools. Nutzt kostenlose Demos und Testphasen, um die Lösungen praktisch zu vergleichen.
Quick-Check durchführen: Prüft mit einem CSRD-Omnibus-Quick-Check, ob ihr mittelfristig berichtspflichtig werden könntet oder ob eure Großkunden VSME-Berichte verlangen.
Datenerfassung beginnen: Auch ohne finales Tool könnt ihr bereits mit der systematischen Erfassung relevanter Nachhaltigkeitsdaten beginnen. Je früher ihr anfangt, desto einfacher werden Mehrjahresvergleiche.
Automatisierung ausbauen: Nach der initialen Implementierung gibt es oft Potenzial für weitere Automatisierung. Identifiziert verbleibende manuelle Prozesse und prüft Optimierungsmöglichkeiten.
Schulungen durchführen: Investiert in die Weiterbildung eurer Mitarbeiter. Ein fundiertes Verständnis der Nachhaltigkeitsthemen verbessert die Datenqualität und ermöglicht strategischere Nutzung.
Stakeholder-Dialog aufbauen: Kommuniziert proaktiv mit Kunden, Banken und anderen Stakeholdern über eure Nachhaltigkeitsbemühungen. Holt Feedback ein zu deren konkreten Informationsbedürfnissen.
CSRD-Vorbereitung: Auch wenn ihr aktuell nicht berichtspflichtig seid – VSME-Reporting ist eine ideale Vorbereitung für mögliche spätere CSRD-Anforderungen. Die Dateninfrastruktur könnt ihr weitgehend weiterverwenden.
Kontinuierliche Verbesserung: Etabliert einen Prozess für regelmäßige Reviews eurer Nachhaltigkeitsleistung. Setzt euch ambitionierte, aber realistische Ziele und trackt systematisch den Fortschritt.
Branchenvergleich: Nutzt Benchmarking-Funktionen eures VSME-Tools, um eure Performance mit Wettbewerbern zu vergleichen. Das identifiziert Verbesserungspotenziale und zeigt Best Practices auf.
Der VSME-Standard richtet sich primär an kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 1.000 Mitarbeitenden. Besonders relevant ist er für KMU, die als Zulieferer großer, berichtspflichtiger Unternehmen agieren. Durch den Value Chain Cap im Omnibus-Paket wird VSME faktisch zum Standard für ESG-Anfragen in Lieferketten.
Auch Unternehmen, die nicht direkt berichtspflichtig sind, profitieren vom VSME-Standard. Banken berücksichtigen Nachhaltigkeitsdaten zunehmend bei Kreditvergabe und Konditionen. Zudem fragen immer mehr Kunden nach CO₂-Bilanzen ihrer Lieferanten.
Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) richtet sich an große Unternehmen und börsennotierte Firmen. Der VSME-Standard ist eine vereinfachte Alternative für kleinere Unternehmen. VSME verlangt deutlich weniger Datenpunkte und ermöglicht flexiblere Berichterstattung.
Wichtig: VSME ist mit CSRD kompatibel. Unternehmen, die heute VSME nutzen, können bei späterem Wachstum relativ einfach auf CSRD upgraden. Die Dateninfrastruktur und Prozesse sind weitgehend übertragbar.
KI-gestützte VSME-Tools bieten mehrere zentrale Vorteile: Sie erfassen und validieren Daten automatisch, was Zeit spart und Fehler minimiert. Die kontinuierliche Datenverarbeitung ermöglicht unterjähriges Monitoring statt nur jährlicher Berichte. Moderne Tools kombinieren Reporting mit strategischer Analyse – sie identifizieren Klimarisiken, Einsparpotenziale und Verbesserungsmöglichkeiten.
Zudem gewährleisten automatisierte Systeme konsistente Berichtsqualität unabhängig von Personalwechseln. Die transparente Dokumentation aller Berechnungen und Datenquellen erleichtert Audits und erhöht die Akzeptanz bei Banken und Wirtschaftsprüfern.
Die Implementierungsdauer variiert je nach Unternehmensgröße, Datenqualität und gewähltem Tool. Bei guter Vorbereitung und sauberen Ausgangsdaten können erste VSME-Berichte innerhalb weniger Wochen erstellt werden.
Typischer Ablauf: Evaluation und Toolauswahl nehmen ein bis zwei Wochen in Anspruch. Die technische Integration und Datenanbindung dauert je nach Systemlandschaft zwei bis vier Wochen. Die erste vollständige Berichtserstellung benötigt nochmals zwei bis drei Wochen. Insgesamt solltet ihr mit zwei bis drei Monaten vom Start bis zum fertigen Bericht rechnen.
Die Preismodelle variieren stark zwischen den Anbietern. Viele VSME-Tools arbeiten mit Abo-Modellen, deren Kosten von Unternehmensgröße und Funktionsumfang abhängen. Im Vergleich zu externen Beratern, die für eine CO₂-Bilanz oft fünfstellige Beträge verlangen, sind Softwarelösungen deutlich kosteneffizienter.
Berücksichtigt bei der Kostenbewertung auch interne Ressourcen: Welcher Zeitaufwand entsteht für eure Mitarbeiter? Wie viel Zeit spart die Automatisierung gegenüber manuellen Prozessen? Oft rechnet sich eine Softwarelösung bereits im ersten Jahr durch eingesparte Personalkosten und vermiedene Beraterhonorare.
Moderne VSME-Tools sind auf Prüfungssicherheit ausgelegt. Entscheidend sind vollständige Audit-Trails, die jede Datenänderung protokollieren, transparente Dokumentation aller Berechnungsmethoden und Annahmen sowie nachvollziehbare Quellennachweise für alle Datenpunkte.
Achtet bei der Toolauswahl auf diese Funktionen. Seriöse Anbieter stellen Prüfungsberichte zur Verfügung und arbeiten mit Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zusammen. Die Kombination aus automatisierter Datenverarbeitung und menschlicher Fachprüfung liefert die beste Grundlage für erfolgreiche Audits.
Ja, moderne VSME-Tools unterstützen die Erfassung von Scope 3 Emissionen. Allerdings ist dieser Bereich naturgemäß komplexer als Scope 1 und Scope 2, da Daten von Lieferanten und über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg benötigt werden.
Viele Tools arbeiten hier mit Schätzungen basierend auf Ausgabenkategorien und Emissionsfaktoren. Die Genauigkeit steigt, wenn ihr konkrete Daten von euren wichtigsten Lieferanten einbindet. Für die meisten KMU ist ein pragmatischer Ansatz sinnvoll: Erfasst die wesentlichen Scope 3 Kategorien mit vertretbarem Aufwand und dokumentiert transparent die verwendeten Methoden.
VSME ist bewusst CSRD-kompatibel konzipiert. Unternehmen, die heute mit VSME-Reporting beginnen, bauen systematisch die Dateninfrastruktur auf, die später für CSRD erforderlich wäre. Die Prozesse der Datenerfassung, Validierung und Berichterstattung sind weitgehend übertragbar.
Der Hauptunterschied liegt im Umfang: CSRD verlangt mehr Datenpunkte und detailliertere Analysen. Aber die Grundlagen – Wesentlichkeitsanalyse, Stakeholder-Engagement, systematisches Datenmanagement – sind identisch. VSME ist somit eine ideale Vorbereitung, die euch nicht im Regen stehen lässt, wenn ihr später wachst und berichtspflichtig werdet.